In 4 einfachen Schritten Lernvideos erstellen

Lernvideos sind ein beliebtes Medium, um Inhalte verständlich, in einfacher Sprache und einprägsam zu kommunizieren. Unsere Wahrnehmung wird von Sinnen geprägt. Wusstest du zum Beispiel, dass sich über 70 Prozent der Rezeptoren im Auge befinden und das 50 Prozent deines Gehirns beim Betrachten von Bildern aktiv ist? Das Medium Lernvideo hilft in diesem Zuge dabei, Informationen so bereitzustellen, dass diese von Rezipient:innen schneller verarbeitet werden. Wie schnell, zeigt die Wissenschaft: Das Gehirn kann Bildinhalte 60.000-mal schneller verarbeiten als einen Text. 
Ein Bild sagt somit mehr als tausend Worte. Zusätzlich zu Bildern kann Storytelling die Einprägsamkeit und das Verständnis für Inhalte verbessern und die Zuordnung vereinfachen. Lernvideos bringen also Bilder zum Leben. Aber wie Lernvideos erstellen? Wir geben dir Tipps zur Umsetzung.


Mit digitalen Lerninhalten noch besser Informationen vermitteln 

Lernvideos bleiben im Kopf!

Lernvideos sind eine Methode, digital Lerninhalte zu vermitteln. Learning-Nuggets, also Lerninhalte in kurzen Einheiten, ortsunabhängiges Lernen und Blended Learning sind Trends der digitalen Informationsvermittlung. Wir zeigen dir, warum die neuen Methoden so erfolgreich sind und weshalb auch du Lernvideos erstellen solltest.

Digitales Lernen vereint bildhaftes Lernen mit Text oder Sprache. Trockenes Lernen durch Lesen und Auswendiglernen ist nicht nur langweilig, sondern fällt uns auch schwer. Die Aufmerksamkeitsspanne ist dabei zudem gering. Digitales Lernen ist deshalb so erfolgreich, weil 80 Prozent der Informationen, die wir aufnehmen, optisch sind. Auch die Neurologie gibt Einblicke, wie wir Informationen am besten aufnehmen: Über 50 Prozent der Großrinde unseres Gehirns verarbeiten visuelle Eindrücke. 

Gleichzeitig ist unser Gehirn auf Geschichten und Emotionen getrimmt. Das visuelle Storytelling in Form von Lernvideos ist daher nicht nur eine spaßige Methode, Lerninhalte zu vermitteln, sondern auch wirksamer. Die Aufmerksamkeit für die Inhalte steigt nämlich dadurch, dass die Geschichten in uns Emotionen wecken. 


Die Vorteile von Bewegtbild in Form von Erklärvideos

Erklärvideos greifen auf das visuelles Storytelling zurück und sind Teil des Wissensmanagements. Komplexe Informationen werden durch Geschichten so heruntergebrochen, dass sie auch für Laien leicht verständlich sind.

Ein Tipp fürs Lernvideos erstellen: Verwende aussagekräftige Bilder.

Erklärvideos bieten somit viele Vorteile, um Wissen verständlich zu vermitteln. Zunächst ist das Medium effizient. Ein Erklärvideo dauert immer nur so lange, wie es nötig ist, die Informationen kompakt und effektiv zur Verfügung zu stellen. Das hält die Aufmerksamkeitsspanne oben und unterstützt einen effizienten Workflow. Handelt es sich um eine Reihe von Lerninhalten empfiehlt es sich daher, einzelne Schwerpunkte als Serie zu erstellen und entsprechend mehrere Lerneinheiten in Wissens-Nuggets zu erstellen.

Gleichzeitig bieten Erklärvideos den Vorteil, dass das Lernen selbstbestimmt stattfinden kann. Sie sind orts- und zeitunabhängig vorhanden und können bei Bedarf immer wieder angeschaut werden. Interaktive Module wie Abfragen im Lernvideo oder kleine Aufgaben können den Lernprozess zudem verbessern.


Einsatz finden Lernvideos in verschiedenen Bereichen, darunter:

– Vermittlung von Werten, Philosophien, Visionen und Veränderungen in Unternehmen
– Erklärung von Richtlinien, Strategien, Prozessen und thematischen Arbeitsfeldern
– Image- und Employer-Branding-Videos
– Aufklärung zu Brandschutzverordnungen, Personalentwicklungsoptionen oder Maßnahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements


Lernvideos erstellen: Schritt-für-Schritt informatives Storytelling umsetzen

Professionelle Erklärvideos erstellen, gelingt in fünf Schritten. Unser simpleshow videomaker bietet dir die Möglichkeit, in Kürze bis zu drei Minuten lange Erklärvideos zu erstellen und selbst wertvollen Content zu kreieren. Erfahrungen brauchst du hierfür nicht. Motion Design, Schnitt und Sounds werden automatisch erzeugt.

Unser simpleshow videomaker, in fünf Schritten zum Erfolg!

Bevor mit der Erstellung begonnen wird, sollten jedoch zunächst die Rahmenbedingungen stimmen:

– An wen richtet sich das Lernvideo?
– Auf welchen Kanälen wird das Lernvideo erscheinen?
– Welche Tonalität hat das Video?
– Ist es ein Einzelvideo oder eine Serie? 

Die Verwendung von bekannten Personas im Unternehmen und die Einbindung von Corporate Designs oder erkennbaren Mustern erschafft einen Wiedererkennungswert. So lassen sich bereits Informationen besser zuordnen und mit Emotionen verknüpfen.  

Sind die Rahmenbedingungen definiert, kannst du deine Lernvideos erstellen.


1.     Was ist die Hauptaussage? Claim identifizieren

Bevor die Geschichte für ein Lernvideo überlegt wird, muss die Hauptaussage definiert werden. Was ist das Ziel des Lernvideos und welche Kernaussage soll am Ende bei Rezipient:innen haften bleiben? Die Hauptaussage sollte sowohl zu Beginn und am Ende einer Geschichte Erwähnung finden und die Informationen wie ein roter Faden begleiten. Unser simpleshow video maker gibt dir Vorschläge, wie du deine Geschichte je nach Claim aufbauen kannst. So kannst auch du die perfekten Lernvideos erstellen!

Eine Hauptaussage könnte zum Beispiel die Präsentation einer Veränderung im Unternehmen sein. Ziel ist es, dass die Veränderung im Unternehmen gut angenommen wird und Mitarbeiter:innen der Führungsebene bei der Umsetzung Vertrauen schenken sollen. Diese Hauptaussage sollte im Erklärvideo durch eine gute Beweisführung hervorgehen und Akzeptanz finden. Einen Vertrauensvorschuss gibt es schließlich nicht einfach so. Sind die Gründe eindeutig und im Sinne von Mitarbeiter:innen gelingt es auch, die Veränderung positiv zu kommunizieren. 


2.     Wie sieht die Story aus? Storyline aufbauen und Personas charakterisieren

Um die Hauptaussage herum, kannst du nun deine Storyline bauen, die durch das Video führt. Informationen sollten somit in eine Geschichte verpackt werden. Erfolg hat diese Methode jedoch nur, wenn sich Rezipient:innen auch mit der Geschichte identifizieren. Charaktere in Form von Personas bleiben in Erinnerung und helfen dabei, Emotionen zum Erzählten aufzubauen. Wir Menschen identifizieren und schließlich eher mit einer Person als mit einer Unternehmensstrategie, die nicht greifbar ist. 

Archetypen können uns in diesem Zuge durch die Story führen. Die bekanntesten Archetypen sind: 

Eine gute Geschichte hilft einem dabei, sich das Gelernte zu merken.

– Der Unschuldige
– Der Weise
– Der Entdecker
– Der Rebell
– Der Zauberer
– Der Held
– Der Liebende
– Der Narr
– Der Jedermann
– Der Betreuer
– Der Herrscher 
– Der Schöpfer

In unserem Fall würde der Rebell, der Zauberer oder der Held die Geschichte erzählen und uns durch diese begleiten. Alle drei Archetypen stehen für Veränderung.

Die Geschichte selbst kann dem Schema des Storytellings folgen. Nehmen wir an, dass du dich für den Archetypen Held entscheidest: Zu Beginn der Geschichte steht dein Held vor einem Problem, welches er durch Scharfsinn löst und am Ende die Lösung mit all ihren Vorteilen offenbart. 

Das Erzählmuster würde wie folgt lauten:

– Gewohnte Welt
– Ruf des Abenteuers
– Weigerung
– Begegnung mit dem Mentor/ der Mentorin
– Aufbruch
– (Begegnung mit dem Antagonisten / der Antagonistin)
– (Verbündete und Feinde)
– Point of no Return 
– Entscheidende Prüfung
– Belohnung
– Rückkehr mit Elixier

Überträgst du dies auf die Erklärung der Geschäftsidee, könnte das Erzählmuster wie folgt übernommen werden: 

– Sales Mitarbeiter Markus arbeitet am Schreibtisch.
– Er erfährt, dass seine Abteilung zukünftig in zwei einzelne Abteilungen geteilt wird.
– Markus hat Angst, dass dadurch ein Konkurrenzdenken entstehen könnte.
– Seine Führungskraft Paula beruhigt: Die Abteilungen arbeiten weiterhin Hand in Hand, sind jedoch für verschiedene Marktsegmente zuständig.
– Aha! Markus möchte besser verstehen, was die Beweggründe für die Veränderung sind.
– Er versteht jetzt, warum die Veränderung umgesetzt wird.
– Der Point of no Return: Er akzeptiert die Veränderung
– Markus entscheidende Prüfung ist es, auch andere Teammitglieder vom Veränderungsprozess zu überzeugen und mit ihnen an einem Strang zu ziehen.
– Die Arbeit ist nun effizienter, neue Teamstrukturen eingespielt und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gesichert.
– Super! Markus vertraut der neuen Strategie und stärkt durch seinen Vertrauensvorschuss den ganzheitlichen Zusammenhalt.

In den Aufbau deiner Geschichte kannst du nun die notwendigen Informationen so einbinden, dass sie Markus Beweggründe erklären und den Prozess informativ begleiten.


3. Wie werden Szenen aufgebaut? Textkonzepte zum Leben erwecken

Storytelling ist ein wichtiges Tool für gute Lernvideos.

Deine Story kannst du jetzt mit Bebilderungen unterlegen. Arbeite hierfür Szene für Szene. Zu Beginn empfiehlt es sich, Szenen zu skizzieren. Bevor eine Szene abgeräumt ist, sollte ein gesamtes Bild erscheinen, welches die Geschichte bildhaft darstellt. So kannst du Zuschauer:innen mit auf die Reise des Archetypens nehmen.

In unserem video maker kannst du auf Scribbles zurückgreifen, die dir beim Aufbau deiner Szenen helfen. Während du Szenen aufbaust, kannst du versuchen, in Dimensionen zu denken. So entwickelst du Räume, die plastischer wirken und optisch leichter zu verarbeiten sind. Auch Schrift kannst du in deinem Bildaufbau nutzen, jedoch nur so viel wie unbedingt nötig. Schrift kann wichtige Aussagen noch einmal hervorheben. Am besten baust du sie auf dem Wort des Sprechertextes mit ein, sodass Sprache und Text im Einklang miteinander stehen.

Versuche auch, die Konsistenz über mehrere Szenen hinweg zu wahren. Was damit gemeint ist? Nutzt du beispielsweise für deine Veränderung ein Scribble mit Zahnrädern in der ersten Szene, sollte auch in weiterführenden Ausführungen die Veränderung mit dem gleichen Scribble bebildert werden. Das schafft einen Wiedererkennungswert und vereinfacht das Verständnis. Damit kannst du perfekt angepasste Lernvideos erstellen.


4. Wie erhalte ich einen roten Faden? Die Wirkungen von Sound, Farben, Design & Animation 

Verpasse deine Lernvideos den letzten Schliff, in dem du deine Coperate Identity Farben verwendest.

Dein Bildaufbau und Text sind final? Super! Dann kannst du jetzt dein Video animieren. Im video maker benötigst du hierfür keine Kenntnisse. Du kannst einfach auf den Button „Video abspielen“ klicken. Nun ist nur noch Finetuning gefragt. Du kannst die Bildfolge noch besser terminieren, die Geschwindigkeit anpassen und aus verschiedenen Sounds wählen. Braucht dein Lernvideo auch Untertitel oder ein Voice Over? Kein Problem! Untertitel werden automatisch erstellt und Roboterstimmen stehen zur Auswahl. Alternativ kannst du auch selbst ein Voice Over hochladen. Für die passende Stimmung helfen dir Sounds weiter, sie beleben die Videoinhalte und Sprache. 

Für den Wiedererkennungswert der Corporate Culture kannst du in dein Lernvideo zudem die Unternehmensfarben, das Corporate Layout und/oder Logo implementieren. Wunderbar, jetzt ist dein Video final und du kannst es rendern und nutzen. 

Lernvideos erstellen ist somit kein Hexenwerk. Mit der richtigen Story kannst du zukünftig Lerninhalte noch effizienter kommunizieren.