Gute Gründe statt Tanzeinlagen – Das Erklärvideo als Recruitingvideo

Mit unseren Artikeln Herausforderung Compliance und Change Management Prozesse – Wie sich Widerstand vermeiden lässt, haben wir bereits über zwei Themen im Bereich HR geschrieben, für die ein Erklärvideo eine Lösung sein kann.
Wie die Überschrift ja schon verrät, geht es in diesem Artikel um das Recruitingvideo.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber bei diesem Stichwort muss ich direkt an einige Recruitingvideo-Vorfälle aus den letzten Jahren denken: Raps für Edeka, zweifelhafte Tanzeinlagen in der Finanzverwaltung und „Steh auf“-Gesänge von BMW-Praktikanten.

Sie alle brachten Aufmerksamkeit und Klicks, aber wohl längst nicht die passenden Bewerber. Da ging die gutgemeinte und aufmerksamkeitsstarke Employer Branding Kampagne also nach hinten los. Warum? Weil etwas fehlte: Konkrete Infos dazu, wie denn der Arbeitsalltag im Unternehmen tatsächlich aussehen würde, welche Aufgaben dazugehören und welche Chancen der Job bereithalten würde. Den Zuschauern wird klar gewesen sein: Es wird bestimmt nicht den ganzen Tag musical-like gesungen und der Chef tanzt sicher auch nicht ausgelassen über den Flur. Aber die Antwort auf die Frage “WARUM lohnt es sich, im Unternehmen zu arbeiten und WARUM soll ich mich genau dort bewerben?” kam eben nicht bei potentiellen Bewerbern an.

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Auch wenn die Trash-Recruitingvideo-Welle hinter uns liegt, ist das Thema des Videos zur Gewinnung potentieller Mitarbeiter topaktuell.

Unternehmen bewerben sich beim Bewerber

Denn durch

● die Globalisierung, die neuen Generationen unendlich viele Möglichkeiten eröffnet hat
● die Digitalisierung, die für Transparenz und somit Konkurrenz unter den Arbeitgebern sorgt
● einem Wertewandel, der Geld und Karriere hinter der Sinnhaftigkeit von Arbeit zurücklässt
● und allgemeine Trends, nach denen junge Generationen lieber bei Google arbeiten als bei der Bank oder Versicherung

sind die Unternehmen in die Rolle der Bewerber geschlüpft: Sie ringen um den Nachwuchs.

Umso wichtiger ist es, sich Gedanken zu machen, wie die junge Zielgruppe am besten erreicht werden kann und wie man selbst aus der Masse an Stellenangeboten herausstechen kann – und das möglichst schnell, denn wenn das Interesse des potentiellen Bewerbers nicht innerhalb von acht Sekunden geweckt ist, klickt er woanders – zurück zu Whatsapp, Candy Crush oder einer Stellenausschreibung, die interessanter wirkt.

Tanzeinlagen, nein danke! Recruitingvideo, gerne!

An dieser Stelle kommen wir wieder zurück auf das Recruitingvideo. Und nein, wir glauben nicht, dass Moonwalks zu mehr qualitativen Bewerbungen führen. Was wir aber glauben: Dass sich die Zielgruppe mit einem Video und einer passenden Story, die im Internet auf gängigen Kanälen eingesetzt werden, erreichen lässt.

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Warum das Internet?

Ok, so überraschend ist das wahrscheinlich für niemanden mehr, aber Studien belegen, „dass sich insbesondere Bewerber der Generationen Y und Z an einem normalen Wochentag bis zu 260 Minuten im Netz aufhalten.“

Warum ein Video?

Die Frage lässt sich mit einer Gegenfrage gut beantworten: Wenn in einer Stellenübersicht zwischen 100 Anzeigen in Textfassung ein Video gelistet sind, was würden Sie sich als erstes ansehen?
Ihre Zielgruppe würde sicher direkt auf das Video klicken, denn sie ist es gewöhnt, online vor allem Videos zu konsumieren.
Zudem können wir es nicht oft genug sagen: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ oder auch „Ein Video sagt mehr als 1,8 Mio. Worte“.

Das Video verspricht, was die Stelle hält.

Natürlich macht das Format nur die halbe Musik. Auch die Inhalte müssen stimmen, was für das Recruitingvideo bedeutet, dass es in erster Linie keine falschen Versprechungen machen sollte (singende Chefs zum Beispiel). Denn sonst kommen zwar mehr Bewerbungen an, als erhofft, aber was nützt das, wenn sich im Endefekt alle Bewerber nach dem ersten Gespräch für immer verabschieden, weil die Stelle nicht hält, was das Video verspricht.

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Praktischerweise veröffentlicht die Uni Bamberg einmal im Jahr die „Recruiting Trends“, in denen auch steht, welches Infos sich Bewerber bei Stellenausschreibungen wünschen:

– Beschreibung der Aufgaben
– Informationen zu Projekten und Weiterentwicklungschancen
– Einblicke in das Arbeitsklima und -umfeld

„Überdies werden Wohlfühlfaktoren für Mitarbeiter immer wichtiger. Gerade für junge Menschen sind ein gutes Arbeitsklima und Work-Life-Balance ein Muss. Recruiting-Videos können diese weichen Faktoren glaubhaft darstellen.“

Ha, sagen wir doch auch 😉

Gute Gründe statt Lametta – das WARUM zählt, nicht die Show

Es muss also längst kein fancy Show-Video gedreht werden, um den richtigen Bewerber zu finden. Wesentlich zielführender wird ein gutes Erklärvideo sein, dass die wichtigsten Fragen zur Unternehmenskultur, Aufgabenbereich, Entfaltungsmöglichkeiten usw. beantwortet, eine gute Geschichte erzählt und so gute Gründe aufzeigt, WARUM es sich lohnt, im Unternehmen zu arbeiten. Das bringt vermutlich keine hunderttausende Klicks von jedermann, dafür aber von der passenden Zielgruppe und sorgt so dafür, dass die Bewerberqualität steigt.

Ach, da fällt uns ein…

Für mobile.de haben wir bereits ein Recruitingvideo umgesetzt. Wenn Sie sich nicht gerade für eine Stelle im Technology-Bereich interessieren, ist das Erklärvideo vermutlich nicht interessant für Sie. Für die Zielgruppe aber sind alle relevanten Infos zusammengefasst, sodass sofort klar wird, wie die Arbeit auf der ausgeschriebenen Stelle aussehen würde.

Der entscheidende Vorteil dabei: Wer sich daraufhin bewirbt, ist sich auch sicher – und erwartet keine Tanzeinlagen 😉



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