Deepfakes im Unternehmen? Wie du KI-Avatare ethisch korrekt einsetzt: ein Leitfaden
Geschrieben von Maren Dinges | 27. August 2025
In diesem Leitfaden erfährst du, wie Unternehmen KI-Avatare ethisch und verantwortungsvoll nutzen.
Deepfakes sind mithilfe künstlicher Intelligenz manipulierte Bilder, Videos oder Audios, die täuschend echt wirken und reale Personen imitieren. Sie basieren auf Deep Learning, insbesondere auf sogenannten Generative Adversarial Networks (GANs). Verwandte Begriffe sind synthetische Medien, KI-generierte Inhalte und Voice Cloning.
Zum Beispiel ist ein Deepfake ein Video, in dem eine bekannte Führungskraft scheinbar eine motivierende Ansprache hält. Die Stimme, Mimik und Gestik der Person ist super realistisch. In Wahrheit hat die Führungskraft die Rede nie gehalten. Der gesamte Clip wurde künstlich generiert.
Mit Deepfakes sollten Unternehmen insbesondere im öffentlichen Kontext vorsichtig sein. Sie werden oft mit Fake News, Identitätsdiebstahl oder manipulierten Inhalten in Verbindung gebracht.
Beim Einsatz von Deepfakes muss sich dein Unternehmen also im Klaren darüber sein, dass die Technologie zunehmend mit Desinformation, Rufschädigung und gezielte Manipulation in Verbindung steht. Beispielsweise gibt es Deepfakes von politischen Statements bekannter Persönlichkeiten, die nie getätigt wurden. Für dein Unternehmen birgt der Missbrauch von Deepfakes ähnliche Gefahren.
Zeigt ein gefälschtes Video eine vermeintliche Führungskraft, die eine umstrittene Aussage trifft oder eine Entlassungswelle ankündigt, kann das massive Imageverluste, einen Shitstorm in sozialen Medien und Vertrauensbrüche bei Kund:innen und Stakeholdern auslösen. Selbst intern erzeugte Deepfake-Inhalte sind kritisch, da dann die eigenen Mitarbeitenden nicht mehr vertrauen. Oder anders ausgedrückt: Wenn echte Personen scheinbar etwas sagen oder tun, das nie passiert ist, untergräbt es das Vertrauen von Stakeholdern.
Zum Beispiel ist ein KI-Avatar ein virtueller Moderator in einem E-Learning-Video, der Inhalte erklärt, Fragen stellt oder Lernende durch ein Training führt. Die Figur wirkt lebendig, spricht in verschiedenen Sprachen und lässt sich individuell anpassen.
KI-Avatare zählen wie Deepfakes zur Kategorie der synthetischen Medien, meinen aber nicht dasselbe.
Der Unterschied liegt im Einsatzzweck und der transparenten Nutzung:
Zusammengefasst: Zwar basiert die Technologie hinter KI-Avataren teils auf ähnlichen Prinzipien wie Deepfakes, aber der entscheidende Unterschied ist: Sie werden offen kommuniziert, dienen keinem Täuschungszweck und werden gezielt gestaltet.
Kurzum: Die Technologie eröffnet neue Chancen für die Unternehmenskommunikation.
KI-Avatare eröffnen Unternehmen vielseitige Möglichkeiten, interne Prozesse, Kommunikation und Lernformate effizienter und moderner zu gestalten. Das sind die wichtigsten Vorteile im Überblick:
1. Transparenz sicherstellen: Mach immer deutlich, dass es sich um KI-generierte Inhalte handelt – zum Beispiel durch Hinweise im Video oder begleitenden Text.
2. Einwilligung einholen: Hole dir die Einwilligung der Personen, wenn sie als Vorlage für den KI-Avatar dienen.
3. Kontext beachten: Verwende KI-Avatare nur in Kontexten, in denen keine sensible, persönliche oder potenziell missverständliche Kommunikation stattfindet
4. Datenschutz beachten: Verarbeite personenbezogene Daten wie Stimme, Bild oder Namen nur gemäß DSGVO bzw. relevanter Datenschutzvorgaben.
Ethisch richtig umgesetzt sind das drei Einsatzfelder für KI-Avatare in deinem Unternehmen:
1. Onboarding: In großen oder dezentralen Unternehmen übernehmen KI-Avatare standardisierte Willkommensbotschaften, Prozesserklärungen oder kurze Trainingsmodule.
2. Compliance-Training: KI-Avatare machen Schulungsinhalte visuell verständlicher, interaktiver und für alle Mitarbeitenden konsistent verfügbar.
3. Produkt-Tutorials: Komplexe Produktfunktionen lassen sich durch KI-gestützte Video-Tutorials effizient erklären.
Im simpleshow video maker stehen dir zahlreiche vorgefertigte KI-Avatare zur Verfügung, die du ganz einfach und flexibel in deinen Videos einsetzen kannst. So funktioniert es Schritt für Schritt:
1. Textkonzept erstellen: Schreibe dein eigens Skript oder lass es vom simpleshow simplifier automatisch generieren.
2. Format auswählen: Wähle „KI-Avatarvideo“ als Videoformat.
4. Avatar-Darstellung festlegen: Entscheide pro Szene, wie der Avatar dargestellt wird: Vollbild, als Icon oder in einer Ecke.
5. Video mit Illustrationen und Musik verfeinern: Ergänze dein Video mit passenden Illustrationen und einer Musik, die deine Inhalte trägt.
6. Passende KI-Stimme wählen: Wähle dann noch eine natürliche, KI-generierte Stimme, die zu deinem KI-Avatar passt.
7. Fertigstellen und einsetzen: Klicke jetzt nur noch auf „Video fertigstellen“ und dein KI-Avatar-Video ist in wenigen Minuten einsatzbereit.
Verantwortungsvoll und transparent eingesetzt, vermitteln KI-Avatare Informationen personalisiert, ressourcenschonend und engaging. Sie machen komplexe Inhalte leichter zugänglich, schaffen Wiedererkennung und fördern das Vertrauen in die interne Kommunikation – vorausgesetzt, ihre Herkunft und ihr Zweck sind klar erkennbar.