Best of Content Marketing Conference 2013

Wir waren auf der 3. Content Marketing Conference in Köln, um zu hören, ob es bahnbrechende Neuigkeiten oder Erkenntnisse auf dem Gebiet "ansprechende Marketing-Inhalte für Kunden" gibt. Hier unsere persönliche Quintessenz:

Gleich zu Anfang lernten wir in einer spannenden Keynote von Thomas Knüwer (mit Indiskretionehrensache.de einer der deutschen Topblogger), dass man dem Kunden heute nicht mehr einfach Werbebotschaften um die Ohren haut. Heute geht es um datenbasierte und zielgruppenoptimierte Content-Strategien. Er hält die Marketeer dazu an, die Nutzerintention ins Zentrum der Aktivitäten zu stellen. Nutzer suchen nämlich nicht nach Marken, sondern nach Lösungen und TOP- Inhalten. Nur so kann man Kunden auch zu Markenbotschaftern machen, die sich für die Marke engagieren. Knüwer gibt den Tipp, dafür eine umfangreiche Keywordrecherche im Vorfeld vorzunehmen. Quasi als Beleg zeigte er uns unter anderem die Schwarzkopf-Website, die mit einem content-basierten Haarmagazin ihre Besucherzahlen verzwanzigfachte. Die Produkte treten seit dem in die zweite Reihe. Die hochwertigen Inhalte schafften nach dem Relaunch auch vielfältige Kommunikationsanlässe für Social Media.

Auch ‚Video’ darf bei einer Content Marketing Konferenz natürlich nicht fehlen! Alexa Russetti (Regionaldirektorin von Brightcove) brach die Lanze für das Medium Bewegtbild. Nach eigenen Erfahrungen hätten Video-Inhalte eine 53-mal höhere Wahrscheinlichkeit, auf der ersten Seite der Suchergebnisse zu landen – sofern Universal-Search-Ergebnisse ausgeliefert werden. "Wenn ein Bild mehr sagt als 1.000 Worte, spricht ein Video 1,8 Mio. Worte in einer Minute", sagte sie (Ein Film zeigt 30 Bilder pro Sekunde). Dennoch müssten Videos kurz und knapp sein (Anmerkung der Redaktion: Das können wir aus der Erfahrung aus unseren zahlreichen Erklärvideo Produktionen bestätigen ;-)).

Sozusagen die "Premiere League" der Content-Erstellung hielt mit Doris Huber, Creative Head Content Marketing des Condé Nast Verlags, Einzug.

Für sie sind bewährte Erfolgsfaktoren für guten Content:

• Eine Bildsprache auf High-Level-Niveau

• gut recherchierte und geschriebene Texte

• moderne Ästhetik und großzügige Typo im Layout

• spannende Themen und Formate

• ein interessanter journalistischer Dreh

Ihr Credo: „Der Content muss dem User schmecken, nicht dem Absender“ übertrug sie in die plakative Aussage „Editorial Story vs. Advertorial Story“, was sich frei übersetzen lässt in „Qualitätsjournalismus statt werblicher Inhalte“. Wer Edelfische fangen wolle, brauche eben hochwertige Köder ist ihre Devise. SEO-Aspekte in ihrer klassischen Form vernachlässigte sie somit.

Weitere praktische Tipps waren auszugsweise:

– Eine Artikellänge von 300 Wörtern wurde vielerorts von den SEO-Experten als optimal empfohlen; das hat sich für hochwertigen Content als zu kurz entpuppt hat. Mittlerweile hätten sich die Texte bei etwa 500 Wörtern eingependelt (berichtet Thorsten Abeln, Geschäftsführer von TREYCON).

-Jens Fauldrath (SEO-Experte und Geschäftsführer von takevalue Consulting): „Sich mit seinen Markenbotschaften in den Weg zu stellen zwischen den Nutzer und seine Lösung ist kontraproduktiv!“ Anhand von Excel-Screenshots veranschaulichte Fauldrath eindrucksvoll den Stellenwert, den eine gründliche Vorabanalyse für ein professionelles digitales Marketing hat.

– "Content is king, Data is queen" (Katharina Mitropolos, Business Performance Managerin von Tengelmann New Media): Kurz und knapp in die Formel „Content is king, but data is queen“ verpackt, erklärte Mitropolos wie sie es schafft, dass der Content, den der Nutzer auf seine Suchanfrage erhält, exakt auf seine Phase der Customer Journey – also die Stationen, die er durchläuft, bevor er den Kauf tätigt – abgestimmt ist. Würden die Suchanfragen länger und konkreter, wisse man, dass die Conversion näher rücke und könne entsprechend ausgerichtete Inhalte liefern. Ein tolles Medium für einfach zu konsumierende Inhalte sind für sie Erklärvideos.

– „Keine Sorge vor hohen Content-Erstellungskosten!“ In den meisten Firmen liegen zahlreiche „Schätze“, die nur gehoben werden müssen. Mit einem systematischen Vorgehen könne gleich von jedem Inhalt in einem Produktionsschritt diverse Formate und Medien geschaffen werden, ob nun als Snippet, Podcast, Pressemitteilung oder Animation, meint Arne Stoschek, Geschäftsführer von Textprovider.

– Die erste und wichtigste Frage, die sich ein Marketeer stellen sollte: „Welche soziale Bestimmung hat meine Marke?“ (Thorben Hansen und Enrico Hanisch von der Werbeagentur Philipp und Keuntje). Wenn eine Marke eine klare Botschaft hat, findet sie auch Anhänger, da sich die Community mit dem Produkt identifizieren kann. Gegenwind kann die Marke sogar noch stärken und fester positionieren.
Als Praxisbeispiele brachten sie Facebook-Aktivitäten für die Biermarke Astra und Audi mit.

Unser Fazit: Es geht nicht länger um die Frage, ob Content-Marketing ein sinnvolles Werkzeug ist. Stattdessen wird von nun an über die besten Mittel und Wege sowie effektive Strategien diskutiert. Und uns wurde von Experten bestätigt, dass Erklärvideos für SEO-optimierte Seiten King sind. ☺

Mehr Details findet man zum Beispiel bei t3n.

Euer simpleshow-Team

(Kristin)



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